01.06.2017

Umgang mit Widerständen

Change Management

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Manchmal ist es wie verhext: Sie haben eine prima Idee, wie man Arbeitsabläufe verbessern oder die Servicequalität erhöhen kann und plötzlich stellen sich einige Mitarbeiter stur, verweigern die Kooperation oder tun so, als sei früher alles besser gewesen. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um Veränderungswiderstände handelt.

Merkmale von Widerständen

Veränderungen sind in Unternehmen, die in volatilen und wettbewerbsintensiven Branchen agieren, normal, ja sogar überlebensnotwendig. Manchen Unternehmen gelingt es gut, sich darauf einzustellen, in anderen – insbesondere in eher traditionellen, etablierten Branchen – sind Widerstände gegen Innovationen oder Veränderungen größer. Diese zeigen sich verbal (lästernd), nonverbal (mürrisch), aktiv (aufrührerisch) oder passiv (innerlich kündigend). Häufig ist das Beharren auf dem Status Quo ein erster Schutz-Reflex. Dahinter stehen vielfach Ängste, die zum Teil noch unbewusst oder unausgesprochen sind.

Je stärker die Mitarbeiter das Gefühl haben, ihrem neuen Arbeitsbild gewachsen zu sein, desto offener gehen sie mit Innovationen um.

Widerständen vorbeugen

  • Frühzeitige und umfassende Information: So können sich alle Beteiligten bereits im Vorfeld auf Neuerungen gedanklich einstellen und eigene Ideen äußern, die den Innovationsprozess unter Umständen noch weiter voranbringen oder größere  Anpassungsschwierigkeiten umgehen helfen.
  • Beteiligung der Mitarbeiter an Entscheidungs- und Entwicklungsprozessen: Soweit dies möglich ist, sollten sämtliche Betroffene in den Innovationsprozess eingebunden werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich so frühzeitig mit Ihren Fragen und Ideen einbringen. Damit wird der unternehmensverträgliche und kritisch-konstruktive Umgang mit anstehenden Veränderungen gefördert.
  • Stabile Rahmenbedingungen bieten: Neuerungen bedeuten Unsicherheit. Sie verlieren ihren potenziellen Schrecken, wenn sie einschätzbar werden und wenn ein fester Orientierungsrahmen besteht. Dazu gehört z. B. die Besinnung auf das gemeinsame Leitbild oder die Klarstellung, inwiefern bereits vorhandene Organisationsstrukturen und Arbeitsabläufe unverändert bleiben. So wird der Angst erzeugenden Gerüchtebildung vorgebeugt, nichts sei künftig mehr sicher.

Widerstände abbauen oder überwinden

  • Bei Widerständen, bei denen Sie die Ursachen in zwischenmenschlichen Beziehungen sehen, ist die Möglichkeit zu einer vertraulichen Aussprache zwischen den Betroffenen ein guter Weg, einem weiter um sich greifenden Konflikt vorzubeugen.
  • Das Angebot, einen neutralen Berater hinzuzuziehen oder im Vorfeld in einem Coaching die eigene Sichtweise zu klären, den Perspektivenwechsel zu üben, sollte jedem Mitarbeitenden und insbesondere den Führungskräften zur Verfügung stehen.

Wenn Sie Veränderungen planen – sei es die Vorbereitung der Unternehmensnachfolge, die Anpassung an geänderte Marktbedingungen oder der Wunsch, neue Akzente zu setzen – sprechen Sie uns gerne an.

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